Bazon Brock


Bazon Brock — Philosoph und Aktionist
WS 2013/14

08.01.2014 – 11.01.2014

Vernissage: 08.01.2014 19:00

Arbeiten von

Bazon Brock


Verantwortlich

Prof. Dr. Matthias Winzen


Wissenschaftliche Mitarbeit

Pascal Eisen, Maike Höllen, Leonore Leonardy, Paulette Penje, Katharina Ritter, Peter Strickmann, Prof. Dr. Matthias Winzen

Ausstellung, Workshops, Tagung

8. bis 11. Januar 2014

 

Der Philosoph, Aktionist und Kunstvermittler Bazon Brock ist Anfang Januar 2014 Gast der Galerie der HBKsaar. Außer einer Aktion zur Eröffnung seiner Ausstellung wird er an der Hochschule in Anknüpfung an das legendäre Action Teaching am 9. und 10. Januar Workshops unterrichten.

Am Samstag, 11. Januar, findet vor dem Hintergrund von Bazon Brocks vielschichtigem Schaffen in Theorie und Praxis eine Tagung zu »Kuratieren heute« statt. Die Tagung wird als Sonderveranstaltung des Masterstudiengangs »Kuratieren« an der hbksaar in Kooperation mit der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik veranstaltet.

 

Bazon Brock zählt seit fünf Jahrzehnten zu den zentralen Akteuren des Kunst- und Kulturgeschehens in Deutschland.

In den 1970er und 1980er Jahren entwickelte er sich für manchen Bildungsbürger zum gefürchteten Debattengegner. Die Pointe daran war, dass er sich auf den Podien zur documenta oder anderen Großereignissen stets als der eigentliche, der informiertere Bildungsbürger erwies. Antike Philosophen, Einblicke in die neueste Kunstproduktion aus erster Hand, gesellschaftstheoretische Analysen, jüngste Medientheorie – für all das stand und steht Bazon (griechisch für »sophistischer Redner mit bestimmter Wirkungsabsicht«) Brock auf großen Symposien oder während eines Telefonates umstandslos zur rhetorischen Verfügung.

Über die Jahrzehnte und bei genauerem Hinhören zeigen sich hinter den Happenings und Aktionen (unter anderem gemeinsam mit Joseph Beuys und Wolf Vostell), den »Besucherschulen« zur documenta, seiner Hochschullehre in Hamburg, Wien und Wuppertal, den Schriften und Fernsehsendungen deutlich die Konturen eines klaren, radikal freiheitlichen Denkens. Im öffentlichen Diskurs ist eben nicht alles dasselbe, es muss differenziert werden. Kunst ist nicht identisch mit Kunstmarkt; das Kunstwerk erklärt sich nicht aus der Persönlichkeit oder den Sprüchen des Künstlers; eine einmal gefundene Lösung bleibt künstlerisch nicht dauerhaft gültig; politisch korrektes Kommunikationsdesign befriedet nur die Oberfläche, nicht die Probleme.

Paradoxerweise ist es gerade Brocks umfassende, fast konservativ zu nennende Bildung, die seine intellektuellen Interventionen immer wieder zur rebellischen und machtkritischen Provokation macht.

 

MI 8. Jan 2014 Eröffnung der Ausstellung »Bazon Brock. Der Philosoph als Aktionist«

19.00 Uhr Galerie der HBKsaar

Bis zum 19. Januar ist die Ausstellung Mi – Fr 17.00 – 20.00 Uhr und

Sa 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

 

DO 9. Jan und Fr 10. Jan 2014 Workshops mit Bazon Brock

jeweils 13.00 – 17.00 Uhr

Galerie der hbksaar

 

SA 11. Jan 2014 Tagung

»Nur Bad Painting ist Good Painting«

– Bazon Brock. Kuratieren heute

Tagung (in Kooperation mit der Saarländischen

Gesellschaft für Kulturpolitik) Aula der hbksaar

13.00 Uhr Ulrich Commerçon

Minister für Bildung und Kultur

Eröffnung der Tagung

13.15 Uhr Bazon Brock

im Gespräch mit Matthias Winzen

Was heißt Kuratieren?

13.45 Uhr Roland Mönig

im Gespräch mit Leonore Leonardy

Bewahren oder Erneuern:

Museumsarbeit heute

14.15 Uhr Maria Guggenbichler

und Rosalie Schweiker

im Gespräch mit Katharina Ritter

Schlaue Männer Kunst

14.45 Uhr Pause

15.15 Uhr Kasper König

im Gespräch mit Peter Strickmann

Wie haltbar ist Kunst im öffentlichen Raum?

15.45 Uhr Neuer Saarbrücker Kunstverein

im Gespräch mit Maike Höllen

16.15 Uhr Bazon Brock: Vortrag

Was soll Kunst vermitteln?

Wer soll Kunst vermitteln?

17.00 Uhr Pause

17.30 UhrKunst zeigen heute. Aber wie?

Bazon Brock und Kasper König im Gespräch mit

Barbara Renno, sr 2 KulturRadio.

Sendung: Freitag. 07.03.2014 ab 19:15 Uhr auf sr 2 Kulturradio.

 

verantwortlich: Prof. Dr. Matthias Winzen

Projekt: Pascal Eisen, Maike Höllen, Leonore Leonardy, Paulette Penje, Katharina Ritter, Peter Strickmann, Matthias Winzen

In Zusammenarbeit mit der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik.

Abbildungen